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Hafen und Hinterlandentwicklung im Elbstromgebiet nur mit geeigneter Infrastruktur
Vor dem Hintergrund aktueller Planungen am Schiffshebewerke Scharnebeck präsentieren Binnenhäfen best practices im Schiffs- und Seehafenhinterlandverkehr
Berlin/Lüneburg, 14.10.2009 (BÖB/Süderelbe AG) – Zu einem „Vor-Ort-Termin“ lud gestern der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen gemeinsam mit der Süderelbe AG zum Thema „Binnenschifffahrt: Neue Geschäftsmodelle im Seehafenhinterland“ in die Hansestadt Lüneburg ein.
„Abgekoppelt von der aktuellen Entwicklung in den Seehäfen und unabhängig von entsprechenden Gutachten hat sich im Binnenland ein Netzwerk von Häfen entwickelt, das durch seine Leistungsfähigkeit beeindruckt“, resümiert BÖB-Geschäftsführer Karl Michael Probst die Veranstaltung. Mit den Häfen Berlin, Braunschweig und Dresden präsentieren drei Binnenhäfen ihre logistischen Konzepte, die deutlich machen, dass die Zukunft in der aktiven Gestaltung ganzheitlicher Transportkonzepte besteht. Die Binnenhäfen bieten schon heute Kunden und Seehäfen als Partnern gleichermaßen komplexe Dienstleistungen an und übernehmen wichtige Wertschöpfungsfunktionen. Aus dieser Kenntnis heraus sind die Binnenhäfen an Elbe und Elbe-Seitenkanal damit Treiber der Entwicklung des Systems Wasserstraße.
Entsprechend formulieren sie gemeinsame Anforderungen an die Politik zur gezielten Engpassbeseitigung. Es bliebe unverständlich, wenn sich die Verkehrspolitik weiterhin Engpässe „leistet“, die kapazitätsbeschränkend auf das gesamte System wirken, beschreiben die Veranstalter die aktuelle Situation an Elbe und Elbe-Seitenkanal. Das weiterhin hohe Entwicklungspotenzial der trimodalen Binnenhafenstandorte in Verbindung mit dem ökologisch sinnvollen Verkehrsträger Binnenschiff kann sich nur ungenügend entfalten. Dies gilt sowohl für Massengut- wie auch für Stückgut-, Container- und kombinierte Verkehre.
"Entscheidungen über die Weiterentwicklung der Binnenhäfen stehen in engem Zusammenhang mit der Entscheidung über die marktnotwendige Ertüchtigung der Infrastruktur“, beschreibt Carsten Fritsche, Süderelbe AG, die Situation. In Lüneburg stehen hierzu richtungsweisende Entscheidungen an. Mit Blick auf das Schiffshebewerk Scharnebeck: „Alle Beispiele zeigen, dass die Binnenhäfen bereits heute zukunftsfähig aufgestellt sind oder es zeitnah sein werden, das muss auch für die Wasserstraßeninfrastruktur gelten“.
Die Verbände begrüßen eine Planungsbeschleunigung am Schiffshebewerk und fordern für das gesamte Elbstromgebiet ein Konzept für zukünftig steigende Transportmengen und neue Relationen auf der Wasserstraße.
Mit dem Clusterprojekt Regional- und Netzwerkmanagement Logistik der Süderelbe AG, das im Rahmen der Logistik-Initiative Hamburg umgesetzt wird, wie auch mit dem Projekt Binnen_Land der Technischen Universität Hamburg-Harburg und des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen wird die marktorientierte Weiterentwicklung der Häfen und der Hinterlandverkehre unterstützt.
Kontakt:
Süderelbe AG
Christian Scherrer
Tel.: +49 (40) 355 10 355, Fax: +49 (40) 355 10 330
E-Mail:scherrer@suederelbe.info
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